30 Jahre Neues Land Schorborn
1981 – 2011
 Sinn statt Sucht
 
Jubiläums- und Festgottesdienst am 25.02.2011
in der EFG Stadtoldendorf

In diesem Jahr besteht die Therapiearbeit des Neuen Landes in Schorborn 30 Jahre.
Im Januar 1981 war der Start in dem kleinen Sollingdorf in Schorborn im Landkreis Holzminden.
Hier können Sie den Zeitungsartikel des Täglichen Anzeigers Holzminden über das Jubiläum aufrufen.
Das war für uns im Neuen Land mal wieder ein Grund zum Feiern. Trotz der derzeitig vielen Termine und Herausforderungen in den Therapiehäusern in Schorborn und Amelith durch den Aufbau eines Qualitätsmanagements und der Vorbereitung zur Zertifizierung wollten wir das Jubiläum auf keinen Fall ausfallen lassen, sondern gebührend feiern.
Als Termin für die Feier wählten wir Schorborner unseren Neulandgottesdienst am letzten Freitag im Februar, der dieses Mal unter dem Vorzeichen des Jubiläums in einem größeren Rahmen stattfand und wir sind sehr dankbar, dass die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Stadtoldendorf uns dafür ihre Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.
Als die Feier begann, war ich natürlich gespannt, wie viele Gäste unserer Einladung folgen werden. Wir hatten im Vorfeld auf etwa 200 Besucher getippt. Umso mehr war ich überwältigt, dass wir an diesem Abend über 300 Gäste begrüßen konnten.
Als das Gemeindehaus sich immer mehr mit Menschen füllte und das Musikteam, die Jugendband „Upstream“ der EFG Stadtoldendorf, das erste Lied anstimmte, spürte man die Freude und die gute Atmosphäre, die die gesamte Veranstaltung prägte.
 
Nach der Begrüßung und einem gemeinsamen Lied der Hausgemeinschaft  Schorborn berichtete Jochen Buhrow, der Gesamtleiter des Neuen Landes, sehr eindrücklich wie der Weg damals nach Schorborn führte und wie man darin die Führung Gottes erlebte. Schon länger war man auf der Suche nach einem zweiten Therapiehaus auf dem Lande.
 
Im Anschluss berichtete dann Artur Fiks, der Anfang der 80iger Jahre mit seiner Familie und einer Handvoll Mitarbeitern die Arbeit des Neuen Landes in Schorborn aufbaute, in spannender und mitreißender Weise aus der Pionierzeit und ließ durch zahlreiche Bilder für die Besucher die ersten Aufbaujahre Revue passieren. Der lebendige Bericht von Artur Fiks berührte viele und verdeutlichte sehr anschaulich die Wurzeln und die Anfänge des Neuen Landes in Schorborn, die einfachen Verhältnisse, die Mühe, aber auch die Leidenschaft und das Herzblut, das in die Arbeit geflossen ist. Und der Bericht war auch ein Lobpreis für unseren großen Gott, der uns in allem so wunderbar versorgte und führte, wo Engpässe oder scheinbar ausweglose Situationen entstanden waren.
  
Ich selbst machte dann Fortsetzung mit der Entwicklung der Arbeit bis zum heutigenTag und nicht nur die Jubiläumsgäste, auch wir selbst kamen durch all die Berichte wieder neu ins Staunen, was in 30 Jahren alles geworden ist und mit welcher Treue Gott uns in all den Jahren durch dick und dünn bewahrt, geleitet und gesegnet hat. Das war sehr ermutigend und stärkend für die Zukunft, bedenkt man die aktuellen Herausforderungen, in denen wir gerade stehen, sei es durch das Erfordernis der Zertifizierung oder durch anstehenden baulichen Veränderungen in Schorborn, die eine Menge Geld kosten werden.
 
Das Bild wurde abgerundet durch drei Beiträge von ehemals Drogenabhängigen, die langjährig abhängig waren: Peter, Heike und Thorsten berichteten sehr authentisch, wie sie von Drogen frei wurden und was sich in ihrem Leben durch die Therapiezeit in Schorborn verändert hat und wie sie durch den Glauben an Jesus Christus zu einer neuen Lebensperspektive fanden.
Die drei standen stellvertretend für Hunderte von drogenabhängigen Menschen, für die Schorborn der Start in ein drogenfreies Leben wurde und der Beginn einer Erfahrung mit dem lebendigen Gott.
 
Nach einem Grußwort vom Verein des Neuen Landes durch den Vorsitzenden
Rainer Zitzke und einer Lobpreis- und Gebetszeit, in der wir unsere Dankbarkeit Gott gegenüber zum Ausdruck bringen konnten, endete der Jubiläumsgottesdienst mit einem Segenswort von Pastor Matthias Neumann aus Holzminden und einer sich anschließenden Segnung für uns Mitarbeiter aus Schorborn, um für die zukünftigenHerausforderungen gut gerüstet zu sein.
 
Besonders gefreut hat uns, dass auch ehemalige Mitarbeiter und Therapiegäste
gekommen waren, von denen einige noch das Wochenende in Schorborn verbrachten und wir noch weitere Zeit für Begegnungen und Austausch hatten.
 
So war das Jubiläum für uns ein echtes Highlight und ein Meilenstein im Leben des Neuen Landes und hat uns neu Rückenwind und Glaubensstärkung gegeben für die Aufgaben, die vor uns liegen.
 

Erhard Nack
Therapieleiter und Leiter Schorborn