Café Jerusalem Drucken

Es ist mir eine besondere Freude, euch das Café Jerusalem vorzustellen. Es befindet sich im "Haus der Hoffnung" in Hannover-Ahlem, Wunstorfer Landstraße 5. Der Caféraum in der 1. Etage des Hauses ist bereits fertig, wenn man von der Inneneinrichtung absieht.

Es ist ein historisch gewachsener Raum und er strahlt die Schönheit aus, die er einmal hatte. Unsere Architekten sprechen von der schlichten Eleganz des Raumes oder der Schönheit der Architektur. Er hat eine außergewöhnlich aussagestarke Symbolik: Der Raum hat 12 Fenster - sie stehen für die 12 Stämme Israels oder für die 12 Jünger Jesu. In der Mitte des Raumes stehen drei Säulen, die die 2. Etage tragen. Die drei Säulen stehen für unseren Gott in seiner Dreieinigkeit: Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist, oder auch für Glaube, Hoffnung und Liebe. Im Wort Gottes heißt es: Alles vergeht, aber es bleiben bestehen Glaube, Hoffnung und Liebe - diese Drei. Diese Säulen tragen uns als Neues Land, uns als Menschen überhaupt und natürlich unser Café Jerusalem. Als wir das Haus bekamen hatte der Raum lediglich 11 Fenster. Ein Fenster war irgendwann zugemauert worden. Wir haben dieses Fenster wieder hergestellt. Es war uns wichtig.

Hier eine kleine Geschichte: Nachdem Jesus verraten worden war, waren es nur noch 11 Jünger. Als 12. Jünger wurde dann Matthias dazu berufen. Unser Bau-Ingenieur in Ahlem heißt Matthias (Düsterhöft). Matthias brachte es so zum Ausdruck: "Wie der 12. Jünger Matthias heißt, und ich Matthias heiße, so werde ich für das 12. Fenster aufkommen - es steht für den 12. Jünger - Matthias." Und er spendete das Fenster. Die Fenster waren nicht billig. Sie müssen den Vorgaben der Denkmalschutzbehörde entsprechen. Wir haben alle 12 Fenster neu eingesetzt. Sie sind alle gespendet worden. Zwei von verschiedenen Bizirksräten der Stadt Hannover (Ahlem und Limmer), alle anderen privat! Wir danken noch einmal sehr herzlich.

Das Café Jerusalem ist noch nicht im Betrieb. Es fehlen noch die Funktionsräume. Das sind die Küche, die Spülküche, die Toiletten, die Abstell- und Vorratsräume und der Flur. Besonders die Küche ist ein teures Unterfangen. Hier warten wir noch auf einen guten Sponsor oder auf ein gutes Angebot. Erst danach wird die Einweihung des Cafés erfolgen können und das Café in Betrieb genommen werden. Viele unserer Freunde warten schon darauf! Wir werden das Café ehrenamtlich betreiben müssen, d. h., dass wir ehrenamtliche Mitarbeiter suchen, die das Café auf dem Herzen haben und bereit sind, den Dienst im Café zu tun. Außerdem suchen wir noch Wege, wie wir dem Raum die Technik geben können, die den Bedürfnissen der zukünftigen Veranstaltungen gerecht wird.

Neben dem Café Jerusalem wird es den "Raum der Erinnerung" geben. Hier werden wir an die Historie des Hauses erinnern und an die Menschen, die hier einmal gelebt und gewirkt haben. Ilse Düsterhöft hat die Geschichte des Hauses aufgearbeitet und wird den Raum zusammen mit Birgit Seesing konzipieren und umsetzen. Wir freuen uns darauf.

Gegenüber dem Café-Raum wird es einen Seminarraum und einen Computerraum geben, in denen Schulungen, Seminare und diverse Veranstaltungen stattfinden werden. Diese Räume müssen erst noch ausgebaut werden. So bald wir Zeit, Kraft und Finanzen haben, werden wir den ausbau tätigen.

Dann wird die 1. Etage insgesamt eine Begegnungsetage sein. Der Kern ist das Café Jerusalem.

Das Café wollen wir in einem bestimmten Rahmen für die Öffentlichkeit und für Begegnungen, besonders auch mit jüdischen Mitbürgern, öffnen. Und es wird sicher die eine oder andere Veranstaltung geben, auf die Sie sich schon jetzt freuen können.